Hochschularbeit

Kamila Gora: Zur Maltechnik Richard Gerstls: Untersuchung von 21 Gemälden aus dem Leopold Museum und Wien Museum. Konservierung und Restaurierung des Gemäldes „Mutter und Tochter“ (Öl/Lw., 1906, Wien Museum) Zurück
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Zusammenfassung: Richard Gerstl (1883–1908) war ein Porträt- und Landschaftsmaler und ein Pionier des österreichischen Expressionismus. Die Diplomarbeit ist der Konvoluterfassung und materialtechnologischen Untersuchung von 21 Gemälden aus dem Bestand der Leopold Museum Privatstiftung und des Wien Museums gewidmet. Das Gemäldekonvolut entspricht in seiner Vielfalt dem Gesamtoeuvre und umfasst Werke aus allen erkennbaren Schaffensphasen des Künstlers. Die Heterogenität des Konvoluts ermöglicht es, die Maltechnik und ihre Entwicklung chronologisch innerhalb der kurzen aber äußerst abwechslungsreichen Schaffensperiode des Künstlers zu belegen.
Für jedes Gemälde wird eine mehrseitige, von Fotomaterial begleitete Dokumentation erstellt, in der die Erkenntnisse bezüglich der Maltechnik, des technologischen Aufbaus, des Erhaltungszustandes und der (Restaurierungs-)Geschichte zusammenfasst werden. Bei der Untersuchung der Gemälde entnommene Materialproben werden teilweise in Form von Querschliffen ausgewertet. Einige der Proben werden für die instrumentell-analytische Untersuchung (FTIR; GC/MS) der Bindemittelanteile in der Malschicht herangezogen und zur Bestimmung später eingebrachter Materialien. Dank der zerstörungsfrei durchgeführten Röntgenfluoreszenzanalyse (RFA) kann ein Teil der verwendeten Pigmentpalette charakterisiert werden. Alle Untersuchungsergebnisse werden anschließend in Hinblick auf das Gesamtoeuvre und die chronologische Entwicklung der Maltechnik zusammengefasst.
An dem Gemälde Mutter und Tochter aus dem Bestand des Wien Museums wurden neben den technologischen Untersuchungen auch konservatorische und restauratorische Maßnahmen durchgeführt. Das Gemälde wies eine verhältnismäßig starke Oberflächenverschmutzung und Ausblühungen in den dunklen Malschichtpartien auf, die den Kontrast der Darstellung veränderten und den materialtechnischen Untersuchungen zufolge auf Migration von Bindemittelbestandteilen (Fettsäuren) zurückgeführt werden konnten. Der Schwerpunkt der praktischen Arbeit lag daher auf der Oberflächenreinigung und der Abnahme der Ausblühungen, die auch an vielen anderen Werken festgestellt werden konnten.

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Schlagworte: Richard Gerstl, Maltechnik, kunsttechnologische Forschung, Österreichischer Expressionismus, Wiederverwendung des Bildträgers, Ausblühungen, Fettsäureausblühungen
weitere Angaben:
  • Hochschule: Akademie der bildenden Künste Wien
  • Art der Arbeit:  Diplomarbeit
  • Erstprüfer:  o.Univ.-Prof. Mag. Dipl.Ing. Wolfgang Baatz
  • Zweitprüfer:  Mag. Dr. Anke Schäning
  • Abgabedatum:  2019
  • Sprache:  Deutsch
  • Seitenzahl:  345
  • Abbildungen:  733
Zugehörige Internetseite https://repository.akbild.ac.at/de/alle_inhalte/query;fq=%7B%22fulltext%22:%5B%22gora%22%5D%7D;st=0;sz=50/23618
DOI (Digital Object Identifier) 10.21937/dipl.23618
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